Propagandakrieg des Westens.

Ein Vergleich:

Was wir in den letzten Jahren in den westlichen und deutschen Medien erleben ist eine Dämonisierung russischer Medien. Täglich von früh bis Abend hören und sehen die Zuschauer das Gleiche. Russland ist an allem schuld. Egal ob es Syrien, Jemen, die Ukraine usw. ist. Selbst der Berühmten umfallenden Sack Reis ist schuld, der ach so bösen Russen.

Der Westen denunziert die russischen Medien zunehmend als Waffen im “Informationskrieg”, die unbedingt neutralisiert werden müssten; betrachtet man diese Anschuldigung aber als Teil des eigentlich vom Westen betriebenen Propagandakrieges kommt man zu dem Schluss, dass alles auf einen Krieg gegen Russland hinausläuft. Man kann auch sagen “Geschichte wiederholt sich“.

Ein schon seit 2007 im Westen vorgebrachter Hauptvorwurf gegen des “Regime” Wladimir Putins ist die angebliche Unterdrückung demokratischer Institutionen; Putin wird vor allem die Einschränkung der Pressefreiheit und ein Missbrauch der Medien zur Verbreitung von Regierungspropaganda vorgeworfen.

Die Verlogenheit westlicher Medien ist hierbei offensichtlich.

Der Behauptung, die russischen Medien seien nur ein Instrument zur propagandistischen Beeinflussung nicht nur der eigenen Bevölkerung, sondern auch der Leser und Zuschauer im Ausland, um Zwietracht unter Russlands Nachbarn und innerhalb der Europäischen Union zu säen, findet im Westen viel Zustimmung, obwohl nie Beweise dafür vorgelegt werden. Jedem, der widerspricht, wird sofort unterstellt, “ein Werkzeug Putins” oder noch Schlimmeres zu sein.

Im März 2015 bei einer Diskussion auf The Network von Euronews (siehe http://de.euronews.com/2015/03/05/wie-soll-europa-auf-die-ermordung-nemzows-reagieren und http://de.euronews.com/2015/03/05/wiesoll-europa-auf-die-ermordung-nemzows-reagieren) behauptete Elmar Brok, der (CDU) Vorsitzende des Auswärtigen Ausschusses des Europäischen Parlaments,

Behauptet:

Putin schränke alle Freiheiten ein, und Russland habe keine freie Presse.

Da stellt sich doch schon die Frage, wer keine Freie Presse hat. Betrachtet man die Deutsche Presse und die westliche im allgemein, dann sieht man in welche Richtung das Ganze geht. Von einer Freien und unabhängigen Presse kann man hier überhaupt nicht sprechen. Da die Meinungsbildung nur gesteuert wird von der Amerikanischen Administration, jedenfalls bisher und ob sich das mit der neuen Regierung ändern wird, kann und sollte man bezweifeln.

Da ich die sehr unterschiedliche politische Ausrichtung der russischen Printmedien und die im Radiosender Echo Moskwy (siehe  https://de.wikipedia.org/wiki/Echo_Moskwy ) und im TV-Sender Doschd (siehe. Https://de.wikipedia.org/wiki/Doschd) häufig geäußerte offene Kritik am Kreml kenne, bin ich der Meinung, dass zum Beispiel die russische Berichterstattung über die Ereignisse im Donbass (in der Ostukraine) viel stärker die Argumente beider Seiten berücksichtig, als die sehr einseitigen Berichte in den US-Medien.so wie in den deutschen Medien.

Brok intervenierte bei dieser Diskussion mit der beleidigenden Frage: “Und wie viel hat Ihnen der Kreml bezahlt“. Als der Widerspruch eines Diskustanten kam. Das Beispiel zeigt, wie Politiker reagieren, wenn man Ihnen mit der Wahrheit kommt und Sie beim Lügen erwischt. Was auch unverständlich ist, ist das der Sender Euronews diese offene Lüge des Herrn Brok und die Beleidigung von Herrn Gilbert Doctorow gesendet hat und weiterverbreitet hat. Dies zeigt nur wie die westlichen Propaganda Medien versuchen die Wahrheit zu manipulieren. Ach ja der neue Begriff heizt ja jetzt „Fake News“.

Mein Eindruck ist, wenn ich die Russischen Staatsender wie Rossiya1 / Vesti 24 verfolge und dessen Moderator Jewgeni Popow in seinen Sendungen, wo auch immer Vertreter der innerrussischen Opposition und Ausländer z. B. aus den USA, der Ukraine, Polen oder Israel eingeladen werden, deren Ansichten zu politischen Tagesthemen meistens sehr stark von der Kreml-Linie abweichen nichts mit Einschränkung der Pressefreiheit zu tun haben kann. Diese Sendungen sind immer sehr kontrovers uns kritisch. Nicht wie in den westlichen Medien. Wo auch immer nur sogenannte Russland Kenner eingeladen werden. Das sind sogenannte Leute das Russland nur aus Ihren Lehrbüchern kennen und noch nie Russischen Boden betreten haben, geschweige denn die Russische Kultur und das russische Volk wirklich kennen. Auch die Russische Mentalität ist diesen sogenannte Russland Kennern ein Buch mit sieben Siegeln.

Wer sich mit dem Programm des russischen Fernsehens beschäftigt, findet schnell heraus, dass Talkshows einen sehr großen Teil der Sendezeit ausfüllen. Natürlich können mit Talkshows ganz unterschiedliche Ziele verfolgt werden. Politische Talkshows gab es bisher nur im Abendprogramm, und da werden sie im TV-Sender Rossiya 1 immer noch ausgestrahlt; das Tagesprogramm richtet sich mit Soaps und Kochsendungen normalerweise an Hausfrauen (und Rentner). Deshalb war es ein kühner Entschluss, als der TV-Sender Pervy Kanal vor zwei Jahren damit begann, täglich bereits am Nachmittag die zweistündige politische Talkshow “Was die Zeit erzählt” auszustrahlen. Das Zielpublikum waren Hausfrauen und ältere Zuschauer über 50, mittlerweile scheint das Programm aber auch von vielen Jüngeren am Arbeitsplatz gesehen zu werden. Das sind Erfahrungen von Russischen Freunden, wenn man mit Ihnen diskusstiert über die derzeitigen Ereignisse in der Welt.

Die Einschaltquoten für “Was die Zeit erzählt” liegen zwischen 20 und 30 Prozent, das heißt, dass diese Talkshow über 20 Prozent aller am Nachmittag fernsehenden russischen Zuschauer, also ein Millionenpublikum, interessiert. Nicht wie im deutschen Fernsehen, wo nur Verdummung Sendungen laufen. Die Politischen Sendungen kommen bei uns nur zu Zeiten wo ein normaler Arbeitender Mensch nicht mehr zuschauen kann, da Er ja arbeiten muss.

Obwohl alle großen russischen TV-Sender ihre politischen Talk-Shows nach Moskauer Zeit nachmittags produzieren, werden sie abends immer als “Live-Sendung” angekündigt. Ob sie tatsächlich live oder als Videokonserve ausgestrahlt werden, hängt von den unter schiedlichen Zeitzonen ab. Dies spielt aber keine Rolle, da es im Endeffekt darum geht den Zuschauern die unterschiedlichen Sichten des Weltgeschehens zu vermitteln und nicht wie in westlichen Medien den Zuschauern eine Gehirnwäsche zu verpassen.

Zum Beispiel werden die nachmittags produzierten Talkshows von Rossiya 1/ Vesti direkt in den fernen Osten Russlands übertragen, wo sie direkt nach den Hauptabendnachrichten angesehen werden können. In den weiter westlich gelegenen Zeitzonen der Russischen Föderation werden sie gleichfalls nach den ersten Abendnachrichten, aber dann als Videoaufzeichnung ausgestrahlt – zuletzt in Moskau.

Die russischen Fernsehsender kopieren häufig Studio-Design und Präsentationsformate des US-Fernsehens – ich denke dabei besonders an die “Tonight Show” (s. unter https://de.wikipedia.org/wiki/The_Tonight_Show ), die auf wichtigen russischen TV-Kanälen nachgeahmt wird – und sie kopieren sich auch gegenseitig. Alle von mir genannten politischen Talkshows sind sich, was die Studio-Gestaltung und das Live-Publikum angeht, ziemlich ähnlich. Moderatoren des TV-Senders Pervy Kanal haben sich sogar drüber lustig gemacht, dass NTW bei der Einführung seiner eigenen Nachmittagstalkshow “Der Treffpunkt” nicht nur das Produktionsformat und das Studio-Design übernommen, sondern ihnen auch einige ihrer Mitarbeiter abgeworben hätten. Auch das paarweise Auftreten von weiblichen und männlichen Moderatoren ist weit verbreitet.

Die Talkshows scheinen sich aber in Bezug auf den Grad der Einflussnahme des Sender-Managements auf den Diskussionsverlauf deutlich voneinander zu unterscheiden. Der stärkste Einfluss wird wohl in der in diesem Jahr von Rossiya 1 eingeführten neuen Talkshow “Sechzig Minuten” mit dem Moderatorenpaar Jewgeni Popow und Olga Skabejewa (s. https://www.youtube.com/watch?v=7pN7mz2u72I ) ausgeübt; beide lesen von Telepromptern ab und animieren das Publikum zu Beifallsbekundungen. Artem Sheinin, der Chefmoderator der Talkshow “Was die Zeit erzählt” des TV-Senders Pervy Kanal, ist hingegen stolz darauf, dass er keine fremden Texte vorliest, sondern in Live-Sendungen nur das vorträgt, was er selbst denkt. In keiner (mir bekannten) Talkshow wurde von dem Diskussionsteilnehmer verlangt, ihre Beiträge vorher vorzulegen, und niemand wird vom Moderator unterbrochen, weil diese Äußerungen missfallen oder er das Gespräch in eine bestimmte Richtung lenken will; allenfalls fallen einem anderen Diskussionsteilnehmer ins Wort, die anderer Meinung sind. Außer angesehenen Politikern, denen man den gebührenden Respekt zollt, ist kein Diskussionsteilnehmer vor Unterbrechungen durch Mitdiskutanten sicher, und das Publikum feuert die Gladiatoren in der Arena auch noch mit Beifall zu solchen Kontroversen an.

Bei NTW kann das Publikum auch sein Missfallen äußern, das kommt aber selten vor. Diese Regelung kommt vor allem den Schlagfertigen mit lauten Stimme zugute, völlig unabhängig von ihrer politischen Ausrichtung. Nicht wie in westlichen Medien, wo schon mal einem kritischen Teilnehmer einer Politischen Talkshow der Satz abgeschnitten wird und die Diskussion in eine bestimmte Russlandfeindliche Richtung gesteuert wird. In den politischen Talkshows (in Russland) geht es vor allem um die Verbreitung von Informationen. Einige der Moderatoren, besonders die von Rossiya 1 / Vesti 24, kommen aus dem Fernsehjournalismus und wurden mit dem Moderatorenjob für ihre erfolgreiche journalistische Arbeit in gefährlichen Gebieten belohnt. Talkmaster Jewgeni Popow hat jahrelang aus der Ukraine berichtet, schon zu Zeiten der Orangenen Revolution (s.https://de.wikipedia.org/wiki/Orange_Revolution ) und später während der Maidan-Proteste.

Was haben unsere Medien damals gemacht? Lügen und Propaganda verbreitet, Genau wie Heute was Syrien, den Jemen oder den Iran angeht. Das gleiche sieht man auch in der Flüchtlingspolitik. Man kann diese Liste weiter fortführen.

Natürlich können nicht alle Diskussionsteilnehmer ins Studio kommen. Wichtige Experten werden aus dem Ausland zugeschaltet und sind auf großen Bildschirmen zu sehen und zu hören. “Stammkunde” beim TV-Sender Rossiya 1 / Vesti 24 ist Dimitri Simes (s. https://en.wikipedia.org/wiki/Dimitri_Simes ), der Präsident des Center’s for the National Interest in Washington D.C. (s. https://de.wikipedia.org/wiki/Center_for_the_National_Interest ). Diese speziellen Gäste genießen eine bevorzugte Behandlung, werden nur vom Moderator befragt und dürfen von anderen Diskussionsteilnehmern nicht unterbrochen werden.

Es kommt vor, dass gefragte Diskussionsteilnehmer in einer Werbepause eine Talkshow verlassen, weil sie noch zu einer Talkshow eines anderen Senders eingeladen sind, die in einem anderen Studio stattfindet. Am gefragtesten ist der US-Journalist Michael Bohm (s.http://www.d-perspektive.de/querdenker-blog/der-us-amerikanische-journalist-in-moskaumichael-bohm/ ), der in den dunklen Tagen der sich verschlechternden Beziehungen zwischen dem Westen und Russland auf allen TV-Kanälen in fließendem Russisch Erklärungen zu Positionen Washingtons abgab – häufig begleitet von Missfallensbekundungen des russischen Studio-Publikums.

Bohm wird besonders von TV-Produzenten geschätzt, die voll auf Kreml-Linie liegen, weil er den Prototyp des US-Amerikaners verkörpert, der beim russischen Publikum verhasst ist und mit seinen provokanten Aussagen jede Forderung des Kreml nach höheren Militärausgaben rechtfertigt. Es sollte aber auch bedacht werden, dass durch Bohm und einige andere westliche Diskussionsteilnehmer die im Westen geäußerte Kritik an der Politik des Kreml zur Hauptsendezeit in ganz Russland verbreitet wird.

Wenn ich die Russischen Medien mit den westlichen Medien vergleiche, dann kann ich nur sagen; In Russland gibt es noch echte Pressefreiheit und nicht wie im Westen, wo offensichtlich alles gesteuert und manipuliert wird.

Querverweise:

 

https://www.youtube.com/watch?v=7pN7mz2u72I

http://financenewsinrussia.com/2016/10/21/the-first-channel-has-confessed-to-the-murder-on-a-talk-show/

https://de.wikipedia.org/wiki/NTW

http://www.neueostpolitik.eu/2016/11/03/der-sonntagabend-mit-wladimir-solowjow/

https://www.youtube.com/user/Russia24TV

https://www.youtube.com/user/Russia24TV

https://www.youtube.com/watch?v=pRgqJhUBEdw

 

 

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